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Lenzing AG setzt auf die Schiene

05.02.1999

Die Lenzing AG eröffnete heute gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen die neue Betriebsleitstelle auf dem Werksgelände des international tätigen Faserkonzerns in Lenzing.

Damit wird die EDV-unterstützte Abwicklung des Güterverkehrs vom Bahnhof Lenzing in die Lenzing AG verlegt und eine optimale Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten geschaffen. Die für den lenzinginternen Bahntransport relevanten Informationen werden dabei mit einem eigens entwickelten Computerprogramm (LFIS = Lenzing Fracht Informations System) verwaltet.

Mit dieser automatischen und damit "papierlosen" Warenflußverfolgung via EDV sind die beiden Kooperationspartner führend und beispielgebendes Pilotprojekt im europäischen Güterverkehr.

Diese enge Kooperation zwischen der Lenzing AG und den ÖBB soll einerseits die gesamten logistischen Arbeitsabläufe im ein- und ausgehenden Warentransport vereinfachen, andererseits aber auch die Informationswege verkürzen und damit dem zu erwartenden gesteigerten Frachtaufkommen der Lenzing AG in der nächsten Zukunft gerecht werden.

Mit einem Gütertransportaufkommen über die Schiene von rund 1.000.000 Tonnen pro Jahr ist die Lenzing AG einer der drei großen Kunden der ÖBB in Oberösterreich. Die derzeit über 20.000 Waggons sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre auf gut 30.000 Ladungen mit Holz, Fasern, Papier, Chemikalien und Reststoffen erhöht werden.

"Wir erwarten uns damit nicht nur eine deutliche Produktivitätssteigerung im Logistikbereich, sondern wollen unser vermehrtes Frachtaufkommen in der Zukunft über die Schiene abdecken - mit einer modernen, wettbewerbsfähigeren Bahn", beschreibt Lenzing-Vorstandsdirektor Dr. Franz Raninger die Vorteile der werksinternen Betriebsleitstelle.

Knapp 4000 Tonnen werden bereits jetzt pro Arbeitstag über die Schiene von und nach Lenzing transportiert. "Der Güterumschlag über die Bahn würde pro Jahr auf der Straße eine LKW-Kolonne von rund 1000 km und damit eine Strecke von Oberösterreich bis Paris allein durch die Lenzing AG belegen", beschreibt Raninger und sieht in der verstärkten Zusammenarbeit mit den ÖBB auch einen wichtigen Schritt in Richtung kombinierten Verkehr durch Containerbeladung und damit weiteres Potential in der Entlastung der Straße.

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