EPG
Carbon Precursor

Lenzing stellt mit der European Precursor GmbH – einem
Joint Venture zwischen Lenzing, Kelheim Fibres und SGL
Carbon – spezielle Polyacrylnitrilfasern her, die als sogenannter
Precursor das Ausgangsmaterial für die Produktion
von Carbonfasern sind.

Die hohe Qualität des Precursors ist für die Qualität
des Endprodukts entscheidend. Die Gleichmäßigkeit
(Homogenität) der Precursor Filamente ist die Voraussetzung
für die gute Verarbeitbarkeit des Materials und
für die Erzielung der geforderten Festigkeitswerte in den
Carbonfasern.

Um die mechanischen Eigenschaften der
Fasern nutzen zu können, werden sie bei der Herstellung
von Faserverbundwerkstoffen, insbesondere Faser-
Kunststoff-Verbunden, und seit einiger Zeit auch bei keramischen Faserverbundwerkstoffen weiterverarbeitet.
Kohlenstofffasern zeichnen sich im Vergleich zu Glasfasern
durch ein geringeres Gewicht aus. Sie werden vor
allem in der Luft- und Raumfahrt sowie bei Sportgeräten
(zum Beispiel Angelruten, Rennrädern, Tennisschlägern,
Speedskates, Ruderbooten, Windsurfausrüstung)
eingesetzt. So ist zum Beispiel auch das so genannte
Monocoque bei Formel-1-Rennwagen aus einem kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff hergestellt.

Eine weitere Anwendung finden die Carbonfasern im
Bereich des Bogenschießens. Moderne Sportpfeilschäfte
werden aus Carbonfasern hergestellt, die sich
durch ihr geringes Gewicht für weite Distanzen hervorragend
eignen.

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